Neue Sonderausstellung

Wann

5. Oktober 2025    
15:00

Wo

Krankenhaus - Museum
Züricher Str. 40, 28325 Bremen

Veranstaltungstyp

Neue Sonderausstellung LOVE AT FIRST FIGHT
Queere Bewegungen in Deutschland seit Stonewall
Eröffnung am 5. Oktober um 15 Uhr
Bis 15. Februar 2026
Krankenhaus-Museum am Klinikum Bremen-Ost

Am Sonntag, 5. Oktober, eröffnet das Krankenhaus-Museum am Klinikum Bremen-Ost um 15 Uhr die neue Sonderausstellung „LOVE AT FIRST FIGHT. Queere Bewegungen in Deutschland seit Stonewall“. Sie wird bis zum 15. Februar 2025 mittwochs bis sonntags von 11-18 Uhr im Obergeschoss des Museums zu sehen sein.

Die Ausstellung zeigt in Form von Plakaten, Flyern, gedruckte Protestaufrufen und Streitschriften mehr als 50 Jahre queeren Widerstand – von den Aufständen in der New Yorker Christopher Street, ausgehend von der Bar Stonewall, bis zu queeren Bewegungen in BRD, DDR und dem vereinigten Deutschland. Sie gibt dabei vielfältige Einblicke in queere Kämpfe, Perspektiven und Lebensrealitäten.

„LOVE AT FIRST FIGHT“ wurde vom Schwulen Museum Berlin entwickelt und ist erstmals in Bremen zu sehen. Ein besonderer Blick gilt daher auch der Entwicklung in Bremen. Museumsleiter Jannik Sachweh freut sich, diese besondere Ausstellung im KrankenhausMuseum zeigen zu können: „Homosexualitäten waren in der Geschichte leider häufig ein Psychiatrie-Thema. Homosexualität wurde als Abweichung von einer vermeintlichen Norm kriminalisiert und auch pathologisiert. Bis heute gibt es gesellschaftliche Gruppen, die meinen, man könnte oder müsste sexuelle Orientierungen kurieren. In der Ausstellung zeigen wir, wie queeren Bewegungen dem in den letzten Jahrzehnten öffentlich entgegengetreten sind.“

Eröffnet wird die Schau am Sonntag, 5. Oktober um 15 Uhr. Zur Einführung spricht Dr. Birgit Bosold vom Vorstand des Schwulen Museums Berlin, für den passenden Sound sorgt DJ StangenOlga.

Zu der Ausstellung bietet das Krankenhaus-Museum ein umfassendes Begleitprogramm an. Am 16. Oktober, 6. November und 11. Dezember finden jeweils um 17 Uhr öffentliche Führungen statt.

Am Sonntag, 23. November um 15 Uhr geht Historikerin Lisa Hellriegel der Frage nach, was „Sittlichkeit“ am Beispiel sexueller Gewalt eigentlich bedeutet und spricht dabei über Moral, Recht und sexualisierte Gewalt vor Gericht von den 1920er bis in die 1970er Jahre. Der Verfolgung heterosexueller Gewalt von Männern an Frauen nach Paragraph 177 steht die Kriminalisierung einvernehmlicher homosexueller Kontakte entgegen. Sie zeigt in ihrem Vortrag, wie eng Fragen von Sexualität, Gewalt und Anerkennung verknüpft sind. Am Sonntag, 30. November um 15 Uhr folgt ein Podiumsgespräch über die queere Bewegung und die Entwicklungen in Bremen. Dabei geht es um Erfolge, Herausforderungen und Blinde Flecken in der Gegenwart.

Alle Informationen sind auch auf der Homepage zu finden: www.kulturambulanz.de