Am letzten Juniwochenende 2026 ist es heiß, selbst im Schatten. Wer Glück hat, kann sich in einem klimatisierten oder mindestens schattigen Bereich aufhalten. Viele andere leiden unter der Hitze. Wenn auch in der Nacht die Temperaturen nicht sinken, kann das schnell zu einem Gesundheitsrisiko werden. Viele Menschen schlafen schlecht und fühlen sich müde und schlapp. Andere verlassen möglichst Haus oder Wohnung nicht und sagen Termine ab. Auch früher gab es heiße Sommertage, doch durch den Klimawandel steigen die Durchschnittstemperaturen von Jahr zu Jahr. Der Klimareport für Bremen und Bremerhaven macht das sichtbar.
Das stellt die Menschen vor zwei Herausforderungen: mit der Hitze umzugehen und gemeinsam daran zu arbeiten, dass es in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht schlimmer wird. Das Team von Frauengesundheit in Tenever (FGT) hat sich auf den Weg gemacht, um hier in unserem Stadtteil ein Projekt für „Klimagerechte Gesundheitsförderung für Frauen* im Quartier“ zu starten und einen ersten Workshop zu organisieren.
Im Mittelpunkt stand ein Wissens- und Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Entwicklung von Ideen, wie wir möglichst viele klimafreundliche Angebote zu den Themenbereichen Hitze, Ernährung, Mobilität/Bewegung, Wohnen/Energie und Stadtteil- und Quartiersentwicklung schaffen können. Zahlreiche Menschen aus Stadtteil-Organisationen oder privat Interessierte nahmen teil, entwickelten zahlreiche Verbesserungsvorschläge und vereinbarten neue Kooperationen.
Ein Beispiel: auch vor dem Workshop gab es im FGT das Format „Klima-Brunch“. In diesen Veranstaltungen erfahren die Teilnehmerinnen, wie gesunde, klimafreundliche Mahlzeiten energiesparend zubereitet werden können. Durch den Workshop entstand eine Zusammenarbeit mit der BEKS EnergieEffizienz und dem Mütterzentrum Osterholz Tenever e.V., die sich positiv auf die weiteren Klima-Brunches auswirken wird.
Wer mehr Interesse an Bewegung hat, kann an einem gemeinsamen Spaziergang zum Baumlehrpfad in Osterholz teilnehmen. Dort kann man es auch an heißen Tagen gut aushalten. Bäume spenden Schatten und kühlen die Luft – ein perfekter Aufenthaltsort. Weitere klimafreundliche und andere Veranstaltungen in den Räumen com FGT werden folgen. Interessierte können sich hier darüber informieren.
Der FGT ergänzt damit gut die Klimaschutz-Aktivitäten, die es im Stadtteil bereits gibt. Im Projekt Klimaquartier Schweizer Viertel werden Kurse, Treffen und Themen entwickelt. Teilnehmende erfahren, wie viel Spaß ein klimafreundlicher Lebensstil macht und wir man dabei Geld sparen kann.
Auch wenn die FGT-Angebote speziell für Frauen entwickelt werden – andere Vorschläge aus dem Workshop für weitere Zielgruppen werden nach und nach aufgegriffen oder an zentrale Verantwortliche weitergegeben. So wird aus Osterholz ein Stadtteil, in dem es sich zunehmend klimafreundlich leben lässt – auch an heißen Tagen. [WB]