Erinnern. Aber wie?

Wann

22. Januar 2026    
17:00

Wo

Krankenhaus - Museum
Züricher Str. 40, 28325 Bremen

Veranstaltungstyp

Wie erinnern wir heute an NS-Medizinverbrechen?

Podiumsdiskussion im Krankenhausmuseum mit Kirsten Kappert-Gonther

„Erinnern. Aber wie?“ So lautet der Titel der Podiumsdiskussion, die am kommenden Donnerstag, 22. Januar, um 17 Uhr im Krankenhaus-Museum am Klinikum Bremen-Ost stattfindet.

Wie erinnern wir an „Euthanasie“, Zwangssterilisation und die Krankenmorde im Nationalsozialismus? Erst im Januar vergangenen Jahres wurden diese Betroffenen durch einen Beschluss des Bundestages offiziell als Opfer anerkannt. Nun stellt sich die Frage, was auf diesem Beschluss in der Erinnerungsarbeit und an Erinnerungsorten wie dem Krankenhaus-Museum folgt.

Nach einer Einführung in die Entstehung des Beschlusses und die aktuelle Situation durch Dr. Kirsten Kappart-Gonther (MdB) folgt ein aktueller Blick auf ein Projekt zur Etablierung eines länderübergreifenden Erinnerungsortes zur psychiatrischen Landschaft Pommerns in Partnerschaft mit dem heute polnischen Klinikum Miedzyrzecz-Obrzyce (ehemals Meseritz-Obrawalde), das Zielort von Deportationen von Patientinnen und Patienten auch aus Bremen war. Durch den beispielhaften Blick auf Bremen und das Projekt wird eine zentrale Frage diskutiert: Wo steht die Erinnerungskultur und wie kann ein Gedenken auch nachhaltig gelingen?

Wissenschaft, Politik und Nachfahren der Opfer sind gleichermaßen gefragt, einen bestmöglichen Umgang zu finden. Wie dieser aussehen kann, darüber diskutieren im Krankenhaus-Museum Bundestagsmitglied Dr. Kirsten Kappert-Gonther, die Medizinhistorikerin Dr. Kathleen Haack von der Universitätsmedizin Rostock, Anja Baum von AMEOS Nord, Birgit Rambalski, die Enkelin eines Opfers der Krankenmorde, und Jannik Sachweh, Leiter des Krankenhaus-Museums.

Der Eintritt ist frei.

Alle Informationen sind auch auf der Homepage zu finden: www.kulturambulanz.de

Erinnern. Aber wie?