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An der Ecke Graubündener Straße/Züricher Straße ist ein kleiner Park entstanden. Beete mit Stauden wurden angelegt, im Sommer werden sie blühen. Kleine Hecken und Sitzplätze mit Bänken wechseln sich ab. Ein hübscher Ort zum Verweilen.

Stören tut nur der bereits jetzt schon herumliegende Abfall und der überquellende Mülleimer (siehe Foto). Wer genau hinsieht, bemerkt Haushaltsmüll wie einen leeren Quarkbecher. Der sollte eigentlich in einen gelben Sack oder eine gelbe Tonne geworfen werden.

Wo immer wir im Stadtteil hingehen, es gibt kaum noch offene Flächen ohne Müll. Manche werfen ihn einfach unbedacht auf die Straße, andere stören sich daran, lassen ihn aber trotzdem liegen. Soll das jetzt so bleiben oder schlimmer werden? Nein, das soll es nicht, finden einige engagierte Osterholzerinnen und Osterholzer. Mindestens im Schweizer Viertel soll sich das bald ändern.

Auf Anregung von Heike Schaardt, die selbst in ihrer Wohnstraße Müll sammelt, kamen sie Anfang März zu einem ersten „Nachhaltigkeitstreff“ im Café am Fleet im Mehrgenerationenhaus an der Graubündener Straße zusammen.

Schnell zeigte sich, wie groß das Thema inzwischen geworden ist. Alle Teilnehmenden berichteten über Abfallprobleme im Schweizer Viertel. Es gibt viele Stellen, die regelmäßig von Altglas, Plastik, Papier, Masken und anderem Müll verschmutzt werden. Illegale Sperrmüll-Haufen entstehen und werden immer größer. Direkt im Umfeld des Cafés werden die Abfallbehälter regelmäßig beschädigt. Nicht alle Hundebesitzer machen sich die Mühe, einen Beutel für die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge zu verwenden. In den Plastik-Packstreifen der kostenlos verteilten Anzeigenblätter können sich Füße verheddern, es gab schon Stürze.

Müll kann uns auch auf andere Art gefährlich werden. Wenn sich Zigarettenkippen und Plastik zersetzen, kommen Giftstoffe in den Boden und Mikroplastik landet irgendwann im Wasser und in unserer Nahrung.

So viel zu den Problemen. Das Ziel der Gruppe ist es, Lösungen zu finden. Ortsamtsleiter Ulrich Schlüter, Quartiersmanager Aykut Tasan, das Ehepaar Haase vom Beirat und engagierte Bewohnenden aus dem Schweizer Viertel werden sich einmal im Monat treffen und Ideen entwickeln, wie Osterholz der müllärmste Stadtteil Bremens werden kann.

Jede Unterstützung ist auch jetzt schon willkommen. Alle Bewohnende können mitmachen, schon ein paar kleine Änderungen helfen sehr. Hier einige erste Anregungen:

Wenn alle mitmachen, wird das Schweizer Viertel und vielleicht auch ganz Osterholz bald die sauberste Ecke von ganz Bremen. Legen wir los.

[WB]