Einladung 30 Jahre Krankenhaus-Museum
Einladung 30 Jahre Krankenhaus-Museum
Einladung 30 Jahre Krankenhaus-Museum
Tag der offenen Tür am 8. Dezember von 11-18 Uhr.

Am Sonntag, den 8. Dezember lädt das Krankenhaus-Museum von 11 bis 18 Uhr zu einem großen Tag der offenen Tür mit Führungen durchs Museum und die Sonderausstellung „MADNESS“, mit bisher nie gezeigten Raritäten aus dem Museumsdepot, mit Einblicken ins Archiv, Zeitzeugengesprächen und künstlerischen Darbietungen ein.

Das ganze Programm ist auf der Homepage der KulturAmbulanz zu sehen.

Der Eintritt ist natürlich frei.

 

Untergebracht in einem denkmalgeschützten Gebäude des alten „St. Jürgen-Asyls“ zeigt das Krankenhaus-Museum in seiner ständigen Ausstellung 200 Jahre Kulturgeschichte der Psychiatrie bis heute. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Geschichte der Bremer Psychiatrie. Aber das Krankenhaus-Museum bietet noch weit mehr. Es ist ein Ort der Forschung, an dem viele Wechselausstellungen und wissenschaftliche Publikationen mit überregionaler Bedeutung entstanden sind, es ist ein Ort, an dem es die Möglichkeit gibt, künstlerisch und experimentell existenzielle Fragen zwischen Leben und Tod, Grenzerfahrungen und Lebenskrisen zu beleuchten und es ist ein Ort, an dem die Ent-Stigmatisierung der Psychiatrie ein zentrales Ziel ist. Das Museum ist 1989 aus dem Öffnungsgedanken der Psychiatrie entstanden. „Ein besonderes Anliegen war dabei die Aufarbeitung der Ereignisse im Nationalsozialismus“, sagt Museums-Leiter Achim Tischer, der von Anfang an dabei war. Seitdem hat das Museum eine umfangreiche Sammlung aufgebaut. Dazu gehören um die 18.000 Objekte und 65.000 Krankenakten aus den Jahren 1851 und 1969. Viele Publikationen und wissenschaftliche Arbeiten sind daraus entstanden.

 

Auch das Erinnern an die Medizinverbrechen im Nationalsozialismus begleitet die Museumsarbeit bis heute. Es gibt einen Gedenktag, der jährlich am 30. Mai begangen wird und seit dem Jahr 2000 ein viel beachtetes Mahnmal – den „Irrstern“ von Marikke Heinz-Hoeg im Klinikpark. Ein weiteres wesentliches Anliegen ist Achim Tischer die Vermittlungsarbeit: „Im neuen ‚Labor für inklusive Projektarbeit‘ bieten wir Workshops für Schüler unterschiedlicher Altersgruppen, für Kinder und Erwachsene an. Es ist uns wichtig, junge Menschen für das Thema Psychiatrie zu sensibilisieren, Vorurteile abzubauen und einen Ort zu schaffen, an dem Fragen gestellt und vertieft werden können“, so Tischer. Dazu gehören auch Gespräche Betroffenen, Angehörigen, Ärzten und Therapeuten, die das Krankenhaus-Museum in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Psychosoziale Medizin am Klinikum Bremen-Ost anbietet.

„Über 300.000 Besucherinnen und Besucher haben in den vergangenen 30 Jahren nach Osterholz aufgemacht. Auch das ist ja nicht selbstverständlich für ein Fachmuseum“, sagt Achim Tischer. Und am 8. Dezember, so hofft er, sollen noch viele weitere hinzukommen.

 

Irrstern
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