Müll in OsterholzDer Frühling kommt, und das Wetter hat sich deutlich gebessert. Es ist an der Zeit, die Wohnung zu verlassen und frische Luft zu tanken. Alle, die sich im Winter – auch durch Corona – zu wenig bewegt haben, können das jetzt nachholen. Wer sich mit Walken, Joggen oder Spazierengehen fit hält oder fit macht, kann gleichzeitig etwas für die Umwelt tun. Wie in den meisten Bremer Stadtteilen liegt auch in Osterholz viel Müll auf den Straßen und den Grünflächen. Da bietet sich eine Kombination aus Bewegung und Müllsammeln an.

Plogging ist eine Trendsportart aus Skandinavien, die Jogging und Müll sammeln miteinander verbindet. Inzwischen gibt es auch in Bremen Plogging-Gruppen, die sich gemeinsam fit halten. Corona-gerecht praktiziert ist das ein gutes Training, denn das Müll-Sammeln kann als Stretching-Übung eingebaut werden. 

Für Osterholzerinnen und Osterholzer, die lieber erst einmal an einer größeren Aktion teilnehmen wollen und für das Sammeln eine Ausrüstung brauchen, gibt es Ende März eine gute Gelegenheit. Am 26. Und 27.03.2021 wird wieder gemeinsam Müll gesammelt. Aus „Bremen räumt auf“ wurde „Mission Orange“. Die Herausforderung bleibt die gleiche: gemeinsam etwas Gutes tun und möglichst viele Flächen vom herumliegenden Müll befreien. Die Bewegung gibt es gleich mit dazu.

Wie im letzten Jahr sind die Projektmitarbeiterinnen und die Klimacoaches vom Klimaquartier Ellener Hof dabei und sammeln rund um das Gelände. Sie freuen sich auf weitere Unterstützende. Hier gibt es Informationen zur Anmeldung. Durch Corona sind die Plätze begrenzt.

Interessierte, die an dem offiziellen Müll-Sammel-Wochenende keine Zeit haben oder schon vorher aktiv werden wollen,  müssen nicht auf die „Mission Orange“ warten. Alle, die mehr für die Sauberkeit im Stadtteil tun wollen, können eine eigene Aktion starten. Handschuhe, Müllbeutel, vielleicht eine Greifzange – mehr braucht man nicht. Wer die Aktion bei der der Bremer Stadtreinigung anmeldet, bekommt die Ausrüstung kostenlos.

Wie man auch in Corona-Zeiten erfolgreich das Nützliche mit Spaß verbinden kann, zeigt Katrin Zeise mit ihrem Projekt „Clean up your city“. Unter dem Motto „Nicht mein Müll, aber mein Planet“ treffen sich Menschen, die in einer sauberen Welt leben wollen und dafür aktiv werden. Mehr dazu gibt es zum Beispiel in der gleichnamigen Facebook-Gruppe. Wer Facebook nicht nutzt, findet im Internet Zeitungsartikel und Informationen über die Aktion von Katrin Zeise oder kann ihr an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! eine Mail senden.

Alle, die weder Zeit noch Lust zum Müllsammeln hat, können trotzdem etwas zum sauberen Stadtteil beitragen. Wenn sie einfach keinen Müll mehr auf die Straßen oder in die Grünanlagen werfen, helfen sie der Umwelt schon sehr. Weder Plastik noch Zigarettenkippen sind harmlos. Plastik kann Hundert Jahre überdauern und zerlegt sich in winzige Teile, die nicht mehr eingesammelt werden können. Kippen enthalten viele Giftstoffe und verseuchen das Grundwasser, das wir alle zum Leben brauchen. Es gibt tolle Taschen-Aschenbecher für die Kippe. Bei unserer Müll-Sammel-Aktion im Klimaquartier Ellener Hof werden einige davon verteilt. Gut eignen sich auch kleine Blechschachteln, in denen zum Beispiel Lutschpastillen waren. 

[WB]