Hier entsteht der Gemeinschaftsgarten im Klimaquartier Ellener Hof
Hier entsteht der Gemeinschaftsgarten im Klimaquartier Ellener Hof
Hier entsteht der Gemeinschaftsgarten im Klimaquartier Ellener Hof
Wer ab und zu am Gelände des Klimaquartiers Ellener Hof vorbeikommt, sieht viele Veränderungen. Einige neue Gebäude sind schon entstanden, andere noch im Bau. Nach und nach kommt etwas dazu, und die ersten Bewohner ziehen ein. Neben den zahlreichen Zusatz-Angeboten wie den Klimacoaches und einer Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt wird es auch einen Gemeinschaftsgarten geben. Noch braucht man viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass aus der Wiese mal ein schöner Garten entstehen wird. In den nächsten Wochen und Monaten können Interessierte diese Entwicklung selbst verfolgen.

Das Ziel des Gartens ist es, möglichst viel Bio-Gemüse vor Ort zu produzieren und so das Klima zu schonen. Lebensmittel, die vor Ort wachsen oder nur kurze Wege haben, vermeiden lange Transporte. Je nach Herkunft unserer Lebensmittel wird mehr oder weniger CO2 erzeugt. Besonders viel entsteht, wenn Produkte weite Strecken per Flugzeug oder Schiff zurücklegen, bis sie in unseren Supermärkten liegen.

Wenn alle Beete im Gemeinschaftsgarten angelegt und bepflanzt sind, könnte der Garten pro Jahr geschätzte 1.500 Kilogramm Gemüse liefern – dazu kommt noch Obst von den eigenen Bäumen. Da der Garten biologisch gepflegt wird, bietet auch er einen Raum für Insekten, Vögel und andere kleine Tiere. So tut er auch etwas für die Artenvielfalt.

Über das Projekt „Klimaquartier Ellener Hof“ wurden bereits finanzielle Mittel für den Garten geplant und beantragt. Jetzt geht es in die konkrete Planung. In einem ersten Workshop wurden schon einige Ideen und Kriterien gesammelt. Ganz wichtig ist Barrierefreiheit. Neben Beeten – mindestens einige Hochbeete und ein Gewächshaus werden dabei sein - wird es auch Obstbäume geben. Insgesamt stehen 400 Quadratmeter zur Verfügung.

Gepflegt wird der Garten durch Freiwillige, die sich bereits bei der Teilnahme an den Veranstaltungen des runden Tisches gemeldet haben. Sie werden sich in den nächsten Monaten regelmäßig treffen und ein Konzept für den Gemeinschaftsgarten entwickeln.

Wer selber auch etwas für den Klimaschutz tun möchte, kauft möglichst viel Obst und Gemüse, das hier in der Region wächst - oder baut es selbst an. Viele Menschen in unserem Stadtteil, die einen eigenen Garten oder einen Kleingarten haben, tun das vielleicht schon und wissen, wie gut das frische, selbst gezogene Obst und Gemüse schmeckt. Ein Kasten mit Kräutern oder ein Kübel mit Tomaten passt auch auf einen Balkon.

[wb]