Porzellanteller statt Wegwerfgeschirr
Porzellanteller statt Wegwerfgeschirr
Porzellanteller statt Wegwerfgeschirr
Wer würde sich nicht wünschen, das es keine Umweltprobleme mehr gäbe? Dafür können alle jeden Tag ihre persönlichen Beiträge leisten.

Schwieriger wird es bei Veranstaltungen, bei denen in kurzer Zeit viele Menschen zusammenkommen, essen, trinken und feiern wollen. Doch mit etwas Planung können auch Stadtteilfeste nachhaltig durchgeführt werden. Das heißt konkret: die Angebote sollen Menschen, Tieren und Umwelt nicht schaden und die Feier soll so wenig Müll wie möglich hinterlassen.

Das kostet zusätzlichen Aufwand bei Planung und Budget, denn geliehenes Geschirr ist teurer als Wegwerf-Geschirr, und Bio-Produkte kosten mehr. Doch es lohnt sich, denn gerade bei größeren Veranstaltungen können viele Menschen mit guten Beispielen zum Nachmachen angeregt werden. Das Stiftungsdorf Ellener Hof zeigte beim Hoffest im Sommer 2019, wie das funktioniert.

Neben Infoständen und Spaß für Kinder konnten die Gäste mit gutem Gewissen schlemmen. Sie hatten die Wahl zwischen Bratwürsten aus Bio-Fleisch oder der vegetarischen Alternative. Bio-Fleisch kommt von Höfen, deren Besitzer auf das Wohl ihrer Tiere achten. Das Essen wurde auf geliehenen Porzellan-Tellern serviert. Dazu gab es Servietten aus Recycling-Papier.

Getränke gab es zwar in Kunststoffbechern, doch sie waren stabil und wurden als Pfandbecher ausgegeben. Die kalten Getränke kamen aus Mehrwegflaschen, Wasser aus dem Wasserhahn. Für Kaffeetrinker gab es zum Umrühren kleine Holzstäbchen. Im Gegensatz zu Plastikstäbchen sind sie kompostierbar.

Verzichtet wurde auf Wegwerf-Dekoration. Gerade bei Feiern draußen setzen viele Veranstalter auf Kunststoff-Deko wie Girlanden und Ballons. Sie ist wasserfest und preiswert. Doch so schön Luftballons sein mögen, sie werden zu Plastikmüll, der nicht verrottet und Tieren gefährlich werden kann. Das gilt auch für andere Deko-Gegenstände, die nach der Feier in den Müll wandern. Deshalb setzten die Organisatoren des Hoffestes auf ökologische und möglichst mehrfach verwendbare Deko-Produkte. Und so werden die selbstgemachten Wimpel sicher bei dem einen oder anderen Fest auf dem Gelände des Klimaquartieres Ellener Hof wieder auftauchen.

In unserem Stadtteil gibt es zahlreiche Treffen und Feiern. Vielleicht setzt sich der Trend „Nachhaltig Veranstalten“ dann fort.

 

 

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