WinterbildOsterholzer Dorfstraße - Winterbild
Datg Hollerland un siene Bewahner sünd nich jüst de Strakelkinner von den Weergott. Sünd se aber eenmaal verwähnt worrn, denn blifft so een Beleevnis noch johrelang in de Erinnerung von de Minschen fast sitten.

 

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Osterholz hat in Bezug auf historische Ereignisse nur episodenhafte Begegnungen mit der Geschichte gehabt. Eine solche Begegnung erlebte das abseits gelegene Hollerland mit seinen drei Dorfschaften Osterholz, Rockwinkel und Oberneuland im Schmalkaldischen Krieg.

Bremen war seit 1531 im Schmalkaldischen Bund, in dem sich protestantische Fürsten und Städte unter Führung des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen und des Landgrafen Philipp von Hessen gegen die Katholische Reichsgewalt, Kaiser Karl V., verbündet hatten. Für Bremen ging es in den 1546 begonnenen kriegerischen Auseinandersetzungen um seine Existenz; Karl V. wollte das Gebiet der Wesermündung annektieren und es den von ihm beherrschten Niederlanden einverleiben. Anfang 1547 erschienen zur Einnahme Bremens unter dem Oberbefehlshaber der kaiserlichen Truppen Jobst von Cruningen und dem Obristen Christoph von Wrißberg 11 Fähnlein Knechte und 1200 Reiter. Die Truppen Cruningens überfluteten das gesamte Hollerland, also auch die Gemeinde Osterholz, während Wrißberg ein Lager in Hastedt bezog. Den Kaiserlichen ist es nicht gelungen, Bremen zu erobern, ob sie in Osterholz Schaden angerichtet haben, ist nicht überliefert.