Mi Okt 18 @15:00 - 16:00
Gemeindenachmittag (Art: Religion)
Fr Okt 20 @12:30 -
Worpswede—Spaziergang mit Führung (Art: Ausflug)
Fr Okt 20 @15:00 -
Freitagslesung mit Rega Kerner „Schiffsschwein Spekje“ (Art: Vorträge)
Fr Okt 20 @19:30 -
Konzertlesung "Mord aus Leidenschaft" (Art: Vorträge)
Sa Okt 21 @19:00 -
Kleinkunstabend (Art: Konzerte)
Sa Okt 21 @19:30 -
Konzertlesung "Mord aus Leidenschaft" (Art: Vorträge)
Mo Okt 23
Altkleidersammlung für Bethel (Art: Themen / Treffen)
Mo Okt 23 @17:30 -
Öffentliche Sitzung des Ausschusses Integration, Bürgerbeteiligung, Inneres, Jugend und Sport (Art: Politik)

Marcus SchreyerKein Zweifel, die Koblenzer Schule entwickelt sich. Das merken Besucher schon, wenn sie den großzügigen Vorraum zum Sekretariat und zur Schulleitung betreten. Kunstwerke der Schüler verzieren Wände und Tische. Außerdem hängen an der Wand zahlreiche Urkunden von Organisationen und Unternehmen, die der Koblenzer Schule ausgezeichnete Leistungen bestätigen.

Einer der Akteure, die diese Entwicklung möglich gemacht haben und immer noch jeden Tag voranbringen, ist der Schulleiter Markus Schreyer. Wir haben ihn für BORiS interwiewt.

BORiS: Was gefällt Ihnen in Osterholz?

Marcus Schreyer: Ich mag die Vielfalt in jeder Hinsicht. In Osterholz gibt es eine vielfältige Architektur – alte Bausubstanz, modernisierte und moderne Bauelemente. Ein gutes Beispiel für eine gelungene Modernisierung im Stadtteil ist Tenever. Dazu gibt es auch noch phantastisch viel Grün, wie etwa den Bultensee oder die Feldmark. Ich mag ganz besonders die Menschen hier. Es gibt so viele unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, und trotzdem ist ein friedliches, interkulturelles Zusammenleben möglich – meistens jedenfalls. Das Miteinander in Osterholz bereichert auch mein Leben.

BORiS: Was würden Sie in Osterholz ändern, wenn Sie könnten?

Marcus Schreyer: Direkt zu Osterholz fällt mir nichts ein, aber an der Situation unserer Schule würde ich gern etwas ändern. Wir brauchen eine bessere Ausstattung. Es fehlt uns zwar nicht an Platz, aber an Räumen. Gern würden wir zum Beispiel aus den großzügigen Flurbereichen Lerninseln für die Schülerinnen und Schüler schaffen. Auch unser Personal reicht nicht, um Inklusion mit der Qualität anzubieten, die wir gern anbieten würden. Sehr viele unserer Kinder haben Deutsch als zweite Sprache. Wir müssen also an ganz anderen Stellen ansetzen als viele andere Schulen. Wir würden den uns anvertrauten Kindern gern die bestmögliche Förderung ermöglichen, aber aufgrund der knappen Mittel wird die mögliche Leistung begrenzt. Noch ein Beispiel dazu: Uns fehlt eine Aula. Schön wäre ein Mehrzweck-Gebäude auf dem Schulgelände, dass dann auch von anderen Organisationen hier in Tenever genutzt werden könnte.

BORiS: Was ist Ihnen besonders wichtig?

Marcus Schreyer: Mir ist wichtig, dass wir allen unseren Kindern in den Räumen der Schule die bestmöglichen Chancen eröffnen können. Wir wollen eine Schule sein, die den Kindern jetzt einen tollen Unterricht und später tolle Erinnerungen an die Schulzeit bietet. Sie sollen so ausgestattet sein, dass sie in ein gutes Leben starten können. Dafür arbeiten wir hier sehr engagiert als Schüler-Eltern-Lehrer-Team und alle an der Schule Beteiligten tragen zu unserer guten Schule für Alle bei.

BORiS: Womit beginnt Ihr perfekter Tag?

Marcus Schreyer: Im Sommer mit Sport, am liebsten Schwimmen und Laufen. Und dann ein gemütliches Frühstück mit meiner Familie.

BORiS: Was lesen Sie gerade?

Marcus Schreyer: Ich lese gern, aber es fehlt oft die Zeit.

BORiS: Gibt es einen aktuellen Lieblingsfilm und Lieblingsmusik?

Marcus Schreyer: Musik höre ich viel. Meine Töchter stellen mir Playlists zusammen, da sind ganz unterschiedliche Musikrichtungen dabei. Das gefällt mir sehr.

BORiS: Welches Land fasziniert Sie und warum?

Marcus Schreyer: Ganz klar die USA, vor allem die Westküste. Hier war ich als Jugendlicher und schon damals überraschte mich die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen. Ich finde die Vielfalt im Land spannend, und die Natur ist einfach spektakulär.

BORiS: Was würden Sie gerne mal tun?

Marcus Schreyer: Ich könnte mir vorstellen, meine Leidenschaft für Sport mit meiner Vorliebe für die USA zu verbinden und mit dem Fahrrad quer durch das Land zu fahren. Oder eine Trecking-Tour auf dem „Pacific Quest Trail“ zu unternehmen.

BORiS: Haben Sie ein Lieblings-Zitat oder eine Lebensweisheit.

Marcus Schreyer: Ich halte es gern mit Albert Einstein. Er hat gesagt, dass es nicht der Sinn des Lebens ist, ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller.

BORiS: Mit wem würden Sie gerne mal einen Tag lang tauschen?

Marcus Schreyer: Ich wäre gern mal für einen Tag Co-Trainer bei Werder Bremen. Dann könnte ich mal erleben, wie Alexander Nouri die Mannschaft trainiert und motiviert. Und vielleicht könnte ich selbst ein paar motivierende Worte an meine Lieblingsmannschaft richten.

BORiS: Was machen Sie nach einem anstrengenden Tag?

Marcus Schreyer: Ich verbringe dann am liebsten Zeit mit meiner Familie. Wir essen gemeinsam und reden. Danach vielleicht etwas Musik oder einen guten Film.

BORiS: Vielen Dank für das Interview.

Das Interview führte Wiebke Brüssel.

Zur Person

Marcus Schreyer ist ein „Seiteneinsteiger“. Er ist Diplom-Physiker und erst 2006 in den Schuldienst eingestiegen, zunächst in Delmenhorst. Seit 2009 leitet er die Koblenzer Schule in Tenever. Marcus Schreyer ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Habenhausen.

 

 

 

Kommentare   

+1 #1 Annelie Schreyer 2017-05-02 15:36
Tolles Interview und sehr authentisch!
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